Hören, mitgehen, eine eigene Choreografie bauen.
Jede Musik hat einen Puls – wie ein Herzschlag, den man mitgehen kann. Manche Musik zählt bis vier, manche bis drei. Tipp rechts auf Musik an und geh auf der Stelle mit: links, rechts, links, rechts.
Die Leiste zählt den Takt mit.
Ob vor 2500 Jahren in Etrurien, auf dem Dorffest, im Ballsaal oder im Tanzstudio – Menschen bewegen sich zu Musik. Im vierten Kapitel baust du deine eigene Choreografie.
Lege oben rechts einen Code an (z. B. mia-5b). Dann liegen deine Antworten auf dem Server, und du kannst am nächsten iPad genau da weitermachen, wo du aufgehört hast.
Erst selbst versuchen. Jede Übung hat den Knopf Prüfen. Die Lösung gibt es erst nach zwei eigenen geprüften Versuchen – oder wenn alles stimmt.
Kopfhörer sind nicht nötig, aber praktisch, wenn alle gleichzeitig arbeiten. Zum Mitgehen brauchst du Platz: Stuhl zur Seite, aufstehen, und los.
Nichts wird aufgenommen. Keine Kamera, kein Mikrofon – das iPad gibt nur den Takt vor und merkt sich deine Antworten.
Kernlehrplan Musik, Sekundarstufe I (Gymnasium NRW)
Inhaltsfeld 1: Bedeutungen
Inhaltlicher Schwerpunkt: Musik und Bewegung: Choreografie, Tänze
Kompetenzerwartungen bis zum Ende der Erprobungsstufe (Klasse 5/6)
Rezeption – Die Schülerinnen und Schüler
Produktion – Die Schülerinnen und Schüler
Reflexion – Die Schülerinnen und Schüler
Inhaltsfeld 2: Entwicklungen
Inhaltlicher Schwerpunkt: Musik und historisch-kulturelle Einflüsse: weltliche Musik im Mittelalter, höfische Musik im Barock
Kompetenzerwartungen bis zum Ende der Erprobungsstufe (Klasse 5/6)
Rezeption – Die Schülerinnen und Schüler
Eigene Einordnung: Die Stationen nach dem Barock – vom Walzer bis zum HipHop – gehen über die Erprobungsstufe hinaus. Sie bereiten vor, was der Lehrplan für die Sekundarstufe I unter „Musik im historisch-kulturellen Kontext“ vorsieht.
Ordnungssysteme musikalischer Strukturen: Rhythmik: musikalische Zeitgestaltung: Metrum, Takt, Rhythmus · Taktordnungen: gerader und ungerader Takt, Auftakt · Formaspekte: Formprinzipien: Wiederholung, Abwandlung/Variation, Kontrast · Formtypen: Rondo, ABA-Form
Wortlaut der Kompetenzerwartungen: Ministerium für Schule und Bildung NRW (Hrsg.): Kernlehrplan für die Sekundarstufe I – Gymnasium in Nordrhein-Westfalen. Musik. Heft 3406, Düsseldorf 2019. Der Lehrplan vergibt keine Kennungen für einzelne Kompetenzerwartungen; zitiert wird deshalb nach Kompetenzbereich und Inhaltsfeld.
etwa 20 Minuten · Platz zum Gehen
Such dir eine Musik aus und geh den Puls mit: bei jedem Kästchen, das aufleuchtet, ein Schritt. Der Puls heißt in der Musik Metrum – der gleichmäßige Schlag, der immer weiterläuft.
Jetzt zählt das iPad mit: Tippe auf das große Feld – genau dann, wenn die Eins und jeder weitere Schlag kommt. Du kannst dabei auf der Stelle gehen und mit der freien Hand tippen.
Starte die Musik und tippe mit.
Acht Schläge reichen für eine Auswertung.
Das Metrum ist der gleichmäßige Grundschlag – der Puls der Musik. Das Tempo sagt, wie schnell dieser Puls läuft; gemessen wird es in Schlägen pro Minute (BPM). Wird die Musik langsamer, heißt das ritardando, wird sie schneller, accelerando. Beim Tanzen gilt: Erst den Puls finden, dann die Schritte darauflegen.
etwa 20 Minuten · Platz zum Gehen
Nicht jeder Puls fühlt sich gleich an. Manche Musik zählt 1 – 2 – 3 – 4, manche 1 – 2 – 3. Die Eins ist immer die schwerste: Dort tritt man auf, dort beginnt der Takt.
Tipp: Geh zum Vierer normal (links, rechts, links, rechts) und zum Dreier wie im Walzer: groß – klein – klein.
Manche Musik fängt nicht auf der Eins an, sondern schon davor – das ist der Auftakt. Hör beide Fassungen und achte darauf, wo die Melodie einsetzt.
Der Takt fasst den Puls in Gruppen: im Viervierteltakt zu vier Schlägen, im Dreivierteltakt zu drei. Vier und zwei heißen gerade Takte, drei ist ein ungerader Takt. Marsch und die meiste Popmusik stehen im Vierer, der Walzer im Dreier, die Polka im Zweier. Beginnt ein Stück vor der Eins, spricht man vom Auftakt.
etwa 20 Minuten · Platz zum Gehen
Tänzerinnen und Tänzer zählen fast immer in Achtern: 1-2-3-4-5-6-7-8, dann beginnt die nächste Acht. Ein Schritt-Baustein ist meist genau eine Acht lang. Lauf mit und sprich die Zahlen laut mit.
Musik wiederholt sich – und bringt dann etwas Neues. Hier wechseln sich zwei Teile ab: Teil A ist voll, Teil B ist anders. Tippe auf Neuer Teil!, sobald du den Wechsel hörst.
Wenn A wiederkommt, entsteht die ABA-Form: bekannt – neu – bekannt. Genau so baut man auch eine Choreografie.
Gleiche Teile bekommen gleiche Buchstaben: A für den ersten Teil, B für den neuen. Wiederholung gibt Sicherheit, Kontrast bringt Abwechslung, eine kleine Abwandlung hält es spannend. Häufige Formen sind die ABA-Form und das Rondo (A-B-A-C-A). In der Choreografie heißt das: Zu gleicher Musik passt gleiche Bewegung – und zum neuen Teil eine neue.
etwa 25 Minuten · Platz zum Tanzen
Ein Tanz besteht aus Achtern. Du hast acht Kästchen – in jedes kommt ein Baustein, der genau eine Acht dauert. Tippe ein Kästchen an und wähle unten einen Baustein: Die Figur führt ihn dir vor. Über den Kästchen siehst du deine Form: Gleiche Bausteine bekommen denselben Buchstaben.
Wähle ein Kästchen und einen Baustein.
Deine Form: – – – – – – – –
Ein Tipp legt den Baustein in das gewählte Kästchen – danach rückt die Auswahl von selbst weiter. Du kannst die Stufen mischen: Ein Tanz darf aus Grundschritten, HipHop und Ballett zugleich bestehen.
Eine Choreografie ist eine festgelegte Folge von Bewegungen zu einer Musik. Gebaut wird sie in Achtern: Jeder Baustein dauert acht Zählzeiten. Wer denselben Baustein noch einmal nimmt, erzeugt eine Wiederholung – das gibt der Gruppe Sicherheit. Ein anderer Baustein bringt Kontrast. Kommt der Anfang am Schluss zurück, steht dein Tanz in der ABA-Form. Wichtig ist nur: Die Bewegung passt zur Musik, und alle zählen gleich.
etwa 25 Minuten · Platz zum Gehen
Getanzt wurde immer – aber nicht immer gleich. Tipp unten eine Station an: Du hörst die Musik, die Figur zeigt dir den Grundschritt, und du kannst mitgehen. Achte auf den Takt: Manche Tänze zählen bis vier, andere bis drei oder zwei.
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Unten stehen neun Stationen von der Zeit um 1300 bis heute.
Jede Zeit hat ihre Tänze – und jeder Tanz verrät etwas über die Menschen, die ihn tanzten. Im Mittelalter tanzte das ganze Dorf im Kreis (Reigen), im Barock schritt der Hof das zierliche Menuett im Dreivierteltakt. Der Walzer galt um 1800 als Skandal, weil sich die Paare festhielten. Mit Charleston, Swing und Rock’n’Roll wurde das Tanzen schnell und wild, Disco brachte den geraden Schlag auf jede Zählzeit, und beim HipHop entstanden aus Breakdance ganz neue Bewegungen. Was bleibt: Puls, Takt und Achter – damit kommst du in jeder Zeit klar.
etwa 20 Minuten · im Raum, mit Publikum
Zeigt euren Tanz der Klasse – und schaut vorher gemeinsam auf die Kriterien. Sie sagen nicht, ob ein Tanz „schön“ ist, sondern ob er zur Musik passt und ob man euch folgen kann. Genau danach schaut auch das Publikum.
Erst selbst einschätzen, dann von einer anderen Gruppe ankreuzen lassen. Beides zählt.
Noch nichts angekreuzt.
„Fand ich gut“ hilft niemandem weiter. Eine Rückmeldung wird brauchbar, wenn sie sich auf ein Kriterium bezieht und ein Beispiel nennt: „Bei der dritten Acht seid ihr auseinandergekommen – ihr habt unterschiedlich gezählt.“ So kann man etwas ändern. Und weil euer Tanz eine Form hat, könnt ihr genau sagen, wo etwas passiert: in Acht 3, im Teil B, beim Wechsel.
Alle Lösungen lassen sich einblenden. Die Codes zeigen, wer wie weit ist.
Mit deinem Code liegen deine Antworten auf dem Server. Du kannst am nächsten iPad weiterarbeiten – einfach denselben Code wieder eingeben. Mindestens 4 Zeichen, nur Buchstaben, Zahlen und Bindestriche.